Segeln lernen

Das mit den Pferden habe ich ja aufgegeben, das wird nichts mehr mit denen und mir.

Heute also ein neuer Versuch, etwas Neues anzufangen: Segeln! In einem Land, das zu einem Drittel unter dem Meeresspiegel liegt, und wo wirklich überall Wasser ist, sicher keine total dumme Idee. Nur: Einfach ist es nicht. Es ist ganz im Gegenteil sogar ziemlich schwer. Finde ich. Egal, für was man gerade verantwortlich ist, Fock, Hauptsegel oder Pinne (Jib, Main Sail oder Helm, denn natürlich lerne ich hier die englischen Begriffe), irgend etwas kriegt man (kriege ich) immer nicht hin. Wobei das Focksegel noch am einfachsten zu bedienen war – ganz schlimm fand ich Steuern, was wir (ich war mit meiner Kollegin M. und ihrem Freund in Aalsmeer) sogar mit geschlossenen Augen tun mussten (“einfach den Wind erspüren”) – irgendwo hin lenken ging nur mit der allergrößten Konzentration; vom Unterschied zwischen Jibing (Wenden) und Tacking (Halsen) gar nicht zu reden (wie oft ich wohl heute “Ready to… ah.. jjj.. no, wait… tttaaa, no.. which direction am I supposed to go now, this way?”, gerufen und in irgend eine Richtung gezeigt habe, die irgendwohin, nur nicht zum Ufer wies, weiß ich auch nicht. Und das Hauptsegel der Windrichtung entsprechend zu adjustieren, so dass es nicht zu straff und nicht zu schlabberig war, fand ich auch ohne vorangegangenes Jibing oder Tacking nicht gerade einfach. Aber, hey: Es war das erste Mal. Und auch, wenn es M. etwas leichter fiel als mir, sich nach dem Wenden (oder Halsen) schnell auf die richtige Seite der Pinne zu setzen, ohne dabei den Kurs zu verlieren (*hüstel*), habe ich doch die perfekte 180º-Wende mit geschlossenen Augen hinbekommen und bin danach geradeaus weitergesegelt (wenigstens für ein paar Meter).

Aller Anfang ist schwer – vor allem, wenn man so eine Motorikgurke ist, wie ich es eben bin. Aber das wird schon! Den Captain Cook oder Admiral Nelson werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr machen, und von hier nach Tahiti segeln, so wie das einer aus meiner Abteilung getan hat, wohl eher auch nicht, aber die Westeinderplassen werde ich wohl hoffentlich zu kreuzen lernen (Muhahahahaa II)!!!!

Jetzt, obwohl es nun doch schon ein paar Stunden her ist, dass wir aus dem Boot geklettert, uns unserer wasserdichten Segeltracht entledigt und nach Hause gekreuzt gefahren sind, schwankt der Boden immer noch ein wenig unter mir. Und heute nacht schlafe ich gut, glaube ich.

Ich denke an mein erstes (und vor heute letztes) Mal auf einem Segelboot, vor etlichen Jahren (12 vielleicht? Oder 13?), mit der Rangerin, die damals alles alleine gemacht hat, weil sie das halt kann (und ich nicht) – und obwohl ich selbst nichts getan habe, als mich zu ducken und “Ist klar!”, zu rufen, wenn sie “Klar machen zum Wenden”, gerufen hat, war ich trotzdem abends toter als tot, völlig erledigt. An diesem Abend haben wir zum ersten Mal “Der Schuh des Manitu” geguckt, in unserem halb-komatösen Zustand, im Wohnzimmer der Eltern der Rangerin, denen nämlich das Boot gehörte. Nächste Woche kommt sie, die Rangerin, mit Kind und Kegel, und ich freue mir einen Ast! Vielleicht haben wir ja sogar Zeit, uns – nach nun fast eben so langer Zeit – den Film mal wieder anzusehen? (Es muss aber auch nicht unbedingt sein 😉 )

 

P.S.: Das mit den Knoten muss ich auch noch ein bisschen üben…

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2 Responses to Segeln lernen

  1. Ranger says:

    hehe… klar zum Entern!
    Und: Schotte uff…..

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