Koningsdag

In meiner Straße: Flohmarkt! Und alle kamen und … naja, amüsierten sich. Ob so viel Gut den Besitzer wechselte? Man weiß es nicht – aber angeboten wurde vieles: Klamotten und Bücher und Schallplatten, Schmuck, Porzellan und Nippes, Computer-Tastaturen, Spiele, Schuhe, Taschen, Spiegel, Fernseher, Geschirr… und überhaupt Gelärsch aller Art. Und Essen: Jeder, der eine Orangenpresse besitzt oder Cupcakes oder Kuchen oder Plätzchen backen kann, bot eine Auswahl aus seinem hausfraulichen Repertoire an. Die absurdesten Küchenmaschinen kommen an diesem Tag – und sicher nur an diesem – zum Einsatz (denn ob das Frühlingsrollendampfgargerät auch an schnöden Donnerstagen benutzt wird?); jedenfalls wird alles verkauft, was sich zu Geld machen lässt, oder, wenn es niemand haben will, immerhin einen einwandfreien Vorwand dafür bietet, einen Tag lang auf einem Campingstuhl auf der Straße zu sitzen und bizarre orangene Sachen zu tragen. Kleine Kinder spielten Geige oder Schlagzeug oder Saxophon, eine Frau zog einen Eiswagen auf einem Fahrrad hinter sich her, das Thailändische Restaurant verkaufte Essen von einem Straßenstand; ich fühlte mich fast ein wenig an den Nachtmarkt in Chiang Mai erinnert. Und das Ganze in meiner Straße, was natürlich großartig ist.

Das orangeste, was mein Kleiderschrank hergegeben hat, war zwar bestenfalls beige, ich habe mich aber trotzdem unters Volk gemischt und meine funkelnagelneue Kamera ausprobiert, die am Freitag endlich per Post ankam. Juchu, endlich besitze ich eine richtig gute Kamera! Jetzt muss ich nur noch lernen, damit umzugehen, was nicht ganz einfach ist, aber dank Digitaltechnik kann man ja auch 1000 schlechte Fotos machen, bevor man kapiert, wie es geht. Zu guter Letzt also hier eines der ersten Fotos, die ich damit “geschossen” habe, aus dem Esszimmerfenster:

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2 Responses to Koningsdag

  1. P. says:

    Das Foto ist gut — ist die Strasse wirklich so breit oder die neue Kamera so gut? Und: Wo hat Dein Auto den Tag verbracht? Das muss ja auch froh sein ueber die gelben (eh gestern: orange) Nummernschilder, oder?
    Hier ist Auer Dult, da war gestern auch viel los und auf der Festwiese wurde geflohmarkt. Allerdings fehlt uns hier inzwischen das zu huldigende Koenigshaus – oder doch nicht?

  2. gnlwth says:

    Aber Du kennst doch die Straße – so breit ist die! Mein Auto steht in der Tiefgarage von meiner Arbeitsstelle, weil die Organisatoren des Flohmarkts schon Tage vorher Zettel in die Briefkästen geworfen und hinter die Scheibenwischer geklemmt haben, dass man die Autos am Samstag woanders parken soll – da habe ich das Auto am Freitag dort gelassen.
    Auer Dult, prima! Das ist natürlich schön, auch ganz ohne König. Wobei ich es ja schon prima finde, wieder in einer Monarchie zu leben 😉

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